ANTRAG DER CDU-FRAKTION IN DER BEZIRKSVERORDNETENVERSAMMLUNG AM 16. DEZEMBER 2015

Flüchtlingsunterkünfte in Pankow: Erst leerstehende Liegenschaften nutzen, dann weitere Sporthallen benennen

Die BVV möge beschließen:  Die Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin fordert das Bezirksamt auf, die Liegenschaft Kreiskulturhaus Weißensee, Berliner Allee 125, 13088 Berlin, dem Senat als potentielle Unterkunft für Flüchtlinge zu benennen, bevor weitere Sporthallen im Bezirk Pankow als Notunterkünfte angeboten werden ...

Begründung: In den Schulen fällt aufgrund der Nutzung von Turnhallen als Flüchtlingsunterkünfte teilweise oder vollständig der Schulsport aus. Vereine müssen ihr Training in andere Hallen verlegen oder ganz ausfallen lassen. Gerade in der Winterzeit müssen schnell Lösungen gefunden werden, um Flüchtlingen eine akzeptable Unterkunft zu geben. Sporthallen sind hierfür schnell nutzbare Varianten. Jedoch belastet jede zweckfremd genutzte Sporthalle den Schul- und Vereinssport erheblich. Deswegen sind zuerst nichtgenutzte Liegenschaften der öffentlichen Hand vom Bezirksamt zur Unterbringung von Flüchtlingen zu benennen. Die bereits seit Dezember 2009 leerstehende landeseigene Immobilie Kreiskulturhaus Weißensee, Berliner Allee 125, 13088 Berlin liegt zentral an der Berliner Allee, bietet eine große Freifläche und die Verkehrsanbindung ist optimal. Eine Zwischennutzung als Flüchtlingsunterkunft bietet sich auch deshalb an, weil aufgrund der baulichen Gegebenheiten eine zeitnahe Nutzbarkeit möglich ist. Das Kreiskulturhaus ist voll funktionsfähig, bietet viel Platz und den Geflüchteten damit deutlich bessere Bedingungen als Notunterbringungen in Turnhallen. Durch die temporäre Nutzung des Kreiskulturhauses würde ein weiterer Verlust einer Sporthalle für den Schul- und Vereinssport zumindest zeitlich nach hinten verschoben, wenn nicht sogar verhindert werden.

© Dirk Stettner IMPRESSUM - DATENSCHUTZ

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