WIR WERDEN WEITER VERSUCHEN EXTREME AUS WEISSENSEE RAUSZUHALTEN.

Thor Steinar in Weißensee?!


In der Berliner Allee hat ein Ladengeschäft mit dem Namen Tønsberg geöffnet. Was ist das für ein Geschäft? Handelt es sich hier um einen neuen Modeladen, der das Angebot in Weißensee erweitert? Hat ein Vermieter an dieser noch wenig entwickelten Ecke der Berliner Allee endlich einen Mieter gefunden, der mit einem vernünftigen Angebot länger durchhält? Ist das nicht die Sache des Hauseigentümers alleine, an wen er vermietet? Es gibt ja auch Rotlichtangebote und Spielhallen.

Erleben wir hier vielleicht eine ungerechtfertigte Aufwallung linker Gruppen gegen ein ganz normales...  lesen Sie weiter

Tønsberg bzw. Thor Steinar braucht keinerBerlin Weissensee - ...Modegeschäft?


Thor Steinar, das ist ein Modelabel, das spezielle Kleidung herstellt und verkauft. Das ist zunächst nicht zu kritisieren. Auch ist es zweifellos das Recht eines jeden Eigentümers, sein Ladengeschäft zu vermieten, zumindest solange der Mieter sich auf der Grundlage unseres Grundgesetztes bewegt. Diese Marke ist nicht verboten und somit darf diese Kleidung auch verkauft werden. Aber ist alles, was nicht verboten ist, auch immer richtig? Thor Steinar nutzt ganz bewusst rechtsextrem angehauchte Symbolik, um sich interessant zu machen. In der rechtsextremen Szene ist diese Kleidung deswegen auch besonders beliebt – dies ist kein Zufall sondern der Zweck dieser genutzten Symbolik.

Wollen wir also ein Ladengeschäft in Weißensee haben, in dem bewusst mit rechtsextremer Symbolik hantiert wird? Wollen wir einen Anziehungspunkt für Menschen in Weißensee haben, die diese Zeichen gerne tragen wollen? Vielleicht weiß nicht jeder Käufer, was er da erwirbt und trägt. Sicherlich ist nicht jeder, der Kleidung von Thor Steinar trägt ein Neonazi. Hätte er sich aber informiert, wüsste er oder sie, dass das Tragen dieser Kleidung diesen Verdacht weckt. Entweder hat sich der Käufer also nicht informiert oder es ist ihm / ihr egal – beides ist falsch.

Vielleicht sollten wir auf die Öffnung eines solchen Ladens gar nicht reagieren, um diesem nicht auch noch ungewollt besondere Öffentlichkeit zu geben. Doch gerade die Vermutung, dass viele Menschen nicht wissen, was sie da eigentlich kaufen und tragen, spricht gegen diese Vermutung. Es ist vollkommen richtig, dass sich die demokratischen Parteien, die IG City Weißensee, der Verein für Weißensee und das FreiZeitHaus in Weißensee gegen diesen neuen Laden aussprechen, gegen diesen demonstrieren und ihn in Weißensee und auch sonstwo nicht haben wollen.

Wer mit extremen Inhalten, egal ob von links oder rechts, spielt, diese nutzt, um aufzufallen oder seine Geschäfte zu machen, hat in unserer Gesellschaft nichts verloren. Wir können dann nicht weggucken, aus Angst, ihm auch noch kostenlose Werbung zu verschaffen. Der Verein für Weißensee e. V. hat mit dem Hauseigentümer gesprochen und ihm erklärt, an wen er da vermietet hat. Leider hat dies noch nicht zur Änderung seiner Sichtweise geführt. Wir werden da dran bleiben, wir werden uns alle zusammen weiter gegen diesen Laden aussprechen und wir werden weiter versuchen, Extreme aus Weißensee rauszuhalten.

Dirk Stettner, MdA

© Dirk Stettner IMPRESSUM - DATENSCHUTZ

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